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Antoinette Lühmann

Auf der Suche nach dem großen Abenteuer

Der zweite Teil

Veröffentlicht am 12.03.2014

In den letzten Wochen habe ich mehrere zweite Teile gelesen - von Trilogien. Und auf einen aus dem Frühjahrsprogramm warte ich noch: auf meinen "Freund" Sam Hinkel! Ein ungewöhnlicher Held...

Obwohl man die Trilogien von Teri Terry, Kiera Cass und Rainer Wekwerth nicht vergleichen kann, nehmen die zweiten Teile von allen dreien doch ordentlich Fahrt auf. Die Hauptpersonen werden aktiver und treffen Entscheidungen und es wird mehr über den Hintergrund verraten.

Kyla, die bislang durch ihre Operation sehr passiv durch die Welt lief, nimmt die Dinge jetzt endlich in die Hand. Immer mehr Erinnerungsfetzen tauchen auf, eine Schachfigur holt vergangene Gefühle zurück und es gibt endlich einen Hinweis auf Kylas Kindheit und den seltsamen Traum am Strand, der schon im ersten Band vorkam. Auch bekommen die Lorder und die Widerstandskämpfer endlich Gesichter. Viele Fragen sind noch offen und machen neugierig auf den dritten Teil, denn nun muss sich Kyla/Rain/Lucy entscheiden: Wer ist sie wirklich und auf wessen Seite will sie stehen?

 

America gehört zu den auserwählten Mädchen aus dem Volk und hat mit ihren Kleidern und Aufgaben und den kleinen Intrigen zwischen den Teilnehmerinnen des Castings genug um die Ohren. Nach 150 Seiten, in denen sie sich fragt, wen sie denn nun liebt - den Prinzen oder die erste große Liebe, die nun Soldat im Schloss ist, wird es aber endlich politisch. Es gibt wieder Anschläge auf den Palast und America beginnt, die politische Gesinnung des Prinzen in Frage zu stellen. Und plötzlich stellt sie sich noch eine andere Frage: Welche Rolle würde sie spielen können und wollen an der Seite eines Mannes, der die Verantwortung für ein ganzes Volk übernehmen soll?

Im dritten Teil wird eine Entscheidung fallen müssen und ich bin gespannt, ob Herz oder Verstand den Ausschlag geben...

 

Bei den Labyrinth-Büchern ist einiges anders, als man es gewohnt ist. Die Hauptfiguren sind im ersten Teil mit flinken Strichen entworfen und wir hetzen jetzt mit ihnen durch die Welten auf die Tore zu. Atemlos. Eine 12jährige sagte mir, sie müsse das Buch immer mal wieder aus der Hand legen, weil ihr Herz zu heftig pochen würde beim Lesen. Dafür bleibt der Autor mit Hintergrundinformationen sehr geizig. Nur winzige Splitter, die Spielraum für verrückte Spekulationen bieten, hat er uns in diesem Band serviert. Die großen Fragen bleiben bis zum Schluss: Was soll das alles? Wie sind die Jugendlichen in das Labyrinth hineingeraten und kommen sie wieder heraus? Ist das Ernst? Sind die Welten real?

 

Bei allen drei Romanen kann man auf den ersten Teil wohl nicht verzichten. Es sind Geschichten, die für ein breites Erzählen angelegt sind und nicht als einzelne Abenteuer (wie bei einer Reihe) funktionieren. Und so sehen die ersten Teile aus:

     

 

Ein ganz besonderes Buch aus dem Frühjahrsprogramm ist allerdings noch nicht erschienen: der zweite Teil von Sam Hinkel! Der erste Teil war ein besonderes Lesevergnügen, denn wenn wir schon alle nicht nach Hogwarts dürfen, dann doch zumindest auf die Akademie für Ärger, wo man für das Ärger-machen belohnt wird und jeden Tag seine Lieblingsspeise bekommt. Dazu noch ein paar richtig gute Freunde, eine geheimnisvolle Leiterin und ein hübsches Mädchen - das wäre schon eine gute Mischung. Aber es geht noch um mehr für Sam Hinkel. Denn Sam versucht wirklich, alles richtig zu machen und wird aus Versehen immer besser im Ärger-machen und dann erlangt er etwas, das ich in dieser Welt oft schmerzlich vermisse: den Mut, sich zu entschuldigen! 

      (Der zweite Teil erscheint in Deutschland am 27. März)